Martialischer Sinn
Den Partner (Uke) aus dem Gleichgewicht bringen, indem sein Standbein angegriffen wird.
Einen Rückwärtssturz erzeugen, indem das Becken blockiert und das Bein von innen gefegt wird.
Zusammenfassung
Dies ist eine grundlegende Wurftechnik (Nage-waza), die ihrem Namen „grosser innerer Feger“ vollkommen gerecht wird.
Die Idee ist einfach: Sie fegen das Standbein Ihres Partners von der Innenseite, ähnlich wie beim Abernten einer Getreideähre mit dem Bein.
Diese Technik funktioniert, weil sie den Hauptstützpunkt des Partners genau in dem Moment entfernt, in dem sein Gewicht auf diesem Bein lastet.
Entscheidend ist dabei nicht rohe Kraft, sondern das präzise Timing.
Video
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Quelle: Offizieller YouTube-Kanal des Kodokan Judo Institute
⚠️ Diese Technik sollte in einem Verein und unter der Aufsicht einer qualifizierten Lehrperson erlernt und geübt werden. Die folgenden Erklärungen ersetzen keinen angeleiteten Judounterricht.
Die Schritte
- Kuzushi (Ungleichgewicht): Das Gleichgewicht des Gegners nach hinten brechen, indem Sie den Ärmel ziehen und gleichzeitig auf das Revers des Judogi drücken.
- Tsukuri (Einstieg): Den rechten Fuss zwischen die Beine des Gegners setzen und dabei den rückwärtigen Druck beibehalten.
- Tsukuri (Endpositionierung): Den linken Fuss hinter den rechten bringen und dabei das eigene Gleichgewicht stabil halten.
- Kake (Wurf): Das Standbein des Gegners mit der Rückseite des rechten Beins (auf Höhe der Wade) in einer weiten, fliessenden Fegbewegung wegfegen.
- Finalisierung: Den Wurf begleiten, indem Sie mit den Armen kräftig nach hinten und unten ziehen.
Wichtige Punkte
- Das rückwärtige Ungleichgewicht muss vor dem Angriff auf das Bein hergestellt werden.
- Der Feger erfolgt in dem Moment, in dem das Gewicht des Gegners auf dem anvisierten Bein liegt.
- Die Fegbewegung soll dynamisch sein und leicht zu Ihnen zurückführen, nicht rein seitlich.
- Während des gesamten Fegens bleibt der Kontakt mit dem gegnerischen Bein erhalten.
- Die Fussspitze des fegenden Beins bleibt leicht in Kontakt mit dem Tatami.
- Die Armbewegung und der Beinangriff müssen gleichzeitig koordiniert erfolgen.
Unsere Empfehlungen
Synchronisieren Sie den Feger mit einem diagonalen Druck nach hinten auf den Oberkörper Ihres Partners.
Das angreifende Bein trifft die gegnerische Wade genau in dem Moment, in dem Sie das Revers nach oben ziehen und den Ärmel nach hinten und unten drücken.
Diese Koordination erzeugt eine effektive Haltungsbrechung und verstärkt die Wirkung des Fegens deutlich.
Häufige Fehler
Anfänger versuchen häufig, das Bein von Uke zu haken und zu sich heranzuziehen.
Sie setzen dabei ausschliesslich auf die Kraft des Beins, ohne den restlichen Körper einzubeziehen, was die Wirksamkeit der Technik stark reduziert.
Um diese Fehler zu korrigieren
- Setzen Sie den ganzen Körper ein, indem Sie den Oberkörper leicht nach vorne und zur Seite des gefegten Beins neigen.
- Die Fussspitze des fegenden Beins bleibt während der gesamten Bewegung in Bodenkontakt.
- Die Hüften drehen sich natürlich mit, um den Feger zu begleiten – wie bei einem grossen, kreisförmigen Tritt, während Sie eng am Partner bleiben.
Wenn du nach einer langen Pause wieder mit Judo anfängst, erfordert das Wiederlernen der Würfe einen schrittweisen Wiedereinstieg. Im Leitfaden zum Wiedereinstieg ins Judo ab 40 findest du den richtigen Ansatz.